Freie Wähler Vogelsberg fordern dezentrale Lösungen bei Wertstoffhöfen

Die Freien Wähler Vogelsberg setzen sich für wohnortnahe und bürgerfreundliche Entsorgungsmöglichkeiten im Vogelsbergkreis ein. Mit einem Antrag zur kommenden Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis (ZAV) wollen sie den Vorstand beauftragen, zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen und Möglichkeiten dezentrale Wertstoffhöfe im Landkreis eingerichtet und betrieben werden können. Hier wäre auch Platz für ZAV-Altkleidercontainer.

Antrag in der ZAV-Verbandsversammlung: Entsorgungsmöglichkeiten näher zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen – auch Beitrag zur Entsorgung der Altkleider

Wer kennt das nicht? Nach einer Renovierung bleiben alte Fliesen, Kacheln, kleinere Mengen Bauschutt oder andere Abfälle zurück, die nicht über die reguläre Müllabfuhr entsorgt werden können. Für viele Bürgerinnen und Bürger stellt sich dann die Frage, wo sie diese Abfälle ordnungsgemäß abgeben können. Gleiches gilt auch für Altkleider oder andere Wertstoffe. Insbesondere aus den Randgemeinden des Vogelsbergkreises, beispielsweise aus Homberg, Mücke, Grebenhain, Freiensteinau oder Schotten, sind die Wege zum Entsorgungszentrum in Schwalmtal zum Teil recht weit.

Hier wollen die Freien Wähler ansetzen und prüfen lassen, ob dezentrale Wertstoffhöfe eine praktikable Lösung sein können.

„Uns ist klar, dass nicht in jeder Gemeinde ein eigener Wertstoffhof entstehen kann. Dabei müssen selbstverständlich auch die Kosten und der organisatorische Aufwand berücksichtigt werden. Dennoch muss es möglich sein, den Bürgerinnen und Bürgern im Vogelsbergkreis wohnortnähere Möglichkeiten zur Entsorgung bestimmter Abfälle anzubieten“, erklärt Lothar Bott, Vorsitzender der Fraktion der Freien Wähler in der Verbandsversammlung.

Wer von den Bürgerinnen und Bürgern eine ordnungsgemäße Mülltrennung und Abfallentsorgung erwartet, muss auch entsprechende Angebote schaffen. Während beispielsweise die Abgabe von Grünschnitt oder Alt-Elektrogeräten bereits wohnortnah möglich ist, sollte auch geprüft werden, ob kleinere Mengen Bauschutt, alte Fliesen und vergleichbare Abfälle künftig an zusätzlichen Standorten abgegeben werden können.

Dabei geht es den Freien Wählern ausdrücklich nicht darum, von heute auf morgen flächendeckend neue Einrichtungen zu schaffen. Vielmehr soll zunächst ergebnisoffen geprüft werden, welche Standorte, Betriebsmodelle und Kooperationen denkbar sind und welche finanziellen sowie organisatorischen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

„Mit unserem Antrag wollen wir zunächst die Möglichkeiten ausloten und eine Grundlage schaffen, um anschließend zu entscheiden, was tatsächlich umsetzbar ist. Das geht nicht im Hauruckverfahren, sondern muss Schritt für Schritt erfolgen“, betont Lars Wicke, Kreisvorsitzender der Freien Wähler.

Gerade in einem weitläufigen Flächenlandkreis wie dem Vogelsbergkreis könnten dezentrale Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Bevölkerung leisten. Für viele Menschen bedeutet die Fahrt zu einer zentralen Entsorgungsstelle einen erheblichen Zeitaufwand. Kürzere Wege würden nicht nur den Alltag erleichtern, sondern könnten auch dazu beitragen, die ordnungsgemäße Entsorgung attraktiver zu machen und sind ein Beitrag zum Umweltschutz.

„Dass diese Art der Abfallentsorgung Geld kostet, ist uns bewusst. Entscheidend ist aber auch, wo die Bürgerinnen und Bürger diese Leistungen in Anspruch nehmen können. Wenn unnötig lange Anfahrtswege vermieden werden, ist das ein echter Mehrwert für die Menschen vor Ort“, so die Freien Wähler.

Die Freien Wähler Vogelsberg hoffen daher auf die Unterstützung der anderen Fraktionen in der kommenden Verbandsversammlung. Ziel ist es, gemeinsam Möglichkeiten für eine bürgernahe, praktikable und langfristig tragfähige Abfallentsorgung im gesamten Vogelsbergkreis zu entwickeln.

Bild ist KI-generiert

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